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24.2.2009 von admin.
Bausteine der kindlichen Entwicklung: Die Bedeutung der Integration der Sinne für die Entwicklung des Kindes (Gebundene Ausgabe)von Anna Jean Ayres (Autor), Inge Flehmig (Übersetzer), Rolf W. Flemig (Übersetzer) “Worte benutzt man zum Zwecke der Kommunikation …”
EUR 27,95
Aus der Amazon.de-RedaktionJ
Jean Ayres war während ihrer 20-jährigen Tätigkeit an der University of California eine der Vorreiterinnen und führenden Forscherinnen auf dem Gebiet der Beschäftigungstherapie mit Kindern. Ihr nunmehr in vierter Auflage (Erstauflage 1984) vorliegendes Werk zu Störungen der sensorischen Integration hat nach wie vor nichts von seiner Bedeutung verloren und wird hoffentlich weitere, dringend notwendige Aufklärungsarbeit im Bereich der kindlichen Störungen leisten. Die Autorin erklärt zunächst, über welche Funktionsmechanismen das menschliche Gehirn sensorische Inputs integriert. Im zweiten Teil werden unterschiedliche Störungen der sensorischen Integration beschrieben; es werden theoretische Zusammenhänge dargestellt und konkrete symptomatische Auswirkungen beim Kinde erklärt. Im dritten Teil werden Interventionen vorgestellt: “Was kann beim Auftreten solcher Störungen getan werden?” Ayres beschreibt auf präzise und anschauliche Art und Weise diese Störungen, die sich dadurch charakterisieren, dass das kindliche Gehirn den Zustrom sensorischer Impulse nicht ausreichend prozessieren kann, um genaue Informationen über sich selbst und die Umwelt zu erlangen. Diese Problematik äußert sich in Symptomen, die hunderttausenden Eltern und Lehrern bekannt sein dürften: Überaktivität und Ablenkbarkeit, Verhaltensprobleme, Verzögerungen in der Sprachentwicklung, Beeinträchtigungen der Koordination und Lernprobleme. Das Buch wurde ganz gezielt nicht “nur” für Therapeuten, sondern insbesondere auch für Eltern und Lehrer geschrieben, um diesen Personengruppen einen detaillierten und verständlichen Einblick in die Hintergründe der kindlichen Probleme zu ermöglichen, mit denen sie regelmäßig konfrontiert sind und denen viele ratlos gegenüberstehen.
Ein Gewinn bringender Band, der nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat. –Christoph Hölting Kurzbeschreibung
Jean Ayres’ Therapiekonzept wird seit Jahrzehnten eingesetzt und ihr Buch hat bis heute nichts von seiner Aktualität verloren. Der Erfolg dieses Standardwerkes liegt in dem schlüssigen Therapiekonzept und in der allgemeinverständlichen Sprache, die Eltern und Therapeuten gleichermaßen erreicht. Das Buch richtet sich an Eltern, Familienangehörige und an alle Berufsgruppen, die lernbehinderte, verhaltensgestörte oder hirngeschädigte Kinder pädagogisch und therapeutisch betreuen.
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24.2.2009 von admin.
Dr. Kannegießer-Leitner, Christel

Ein Trainingsprogramm für zu Hause - Erfolg mit der Psychomotorischen Ganzheitstherapie
Verlag : Sequenz Medien Produktion
ISBN : 978-3-940190-28-4
Preisinfo : 16,90 Euro[D] / 17,40 Euro[A]
Informationen zum Inhalt: Kinder mit ADS/ADHS, LRS oder auch einer Rechenschwäche sind nicht weniger intelligent als andere - auch wenn sie Probleme haben, den Schulstoff richtig aufzunehmen und zu verarbeiten.
Gleiches gilt für Kinder mit einer Sprachentwicklungsverzögerung.
Die Schwierigkeiten dieser Kinder gehen auf Wahrnehmungsstörungen zurück. Welche Wahrnehmungsstörungen dies sind, wie man sie diagnostiziert und welche Tests Sie als Eltern selbst durchführen können, lesen Sie in diesem Buch.
Sie erfahren auch, mit welchen Übungen man eine Verbesserung erreicht und wie Sie für Ihr Kind ein individuelles Trainingsprogramm zusammenstellen können.
P R E S S E I N F O R M A T I O N
Fuchstal, im Januar 2009 Dr. med. Christel Kannegießer-LeitnerADS, LRS und Co. Ein Trainingsprogramm für zu Hause – Erfolg mit der
Psychomotorischen Ganzheitstherapie Wahrnehmungstraining statt Pillen schlucken:Entwicklungsstörungen bei Kindern erfolgreich therapieren Bereits der Zappelphilipp aus dem „Struwwelpeter“ von Psychiater Heinrich Hoffmann war vom Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom mit Hyperaktivität (ADHS) betroffen, und erste Erkenntnisse über Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) und Rechenschwäche sind auch schon über 100 Jahre alt. Dennoch ist das Wissen bei Pädagogen, Ärzten und Eltern über Ursachen, Erscheinungsformen und Therapiemöglichkeiten oft erstaunlich bruchstückhaft. Die Ärztin Dr. med. Christel Kannegießer-Leitner beschäftigt sich in ihrer Rastatter Praxis seit über 15 Jahren mit der Förderung von Kindern mit Teilleistungs- bzw. sogenannten umschriebenen Entwicklungsstörungen auf der Basis eines eigens entwickelten interdisziplinären und ganzheitlichen Konzepts der Psychomotorischen Ganzheitstherapie. In der vollständig überarbeiteten Neuauflage „ADS, LRS und Co.: Ein Trainingsprogramm für zu Hause – Erfolg mit der psychomotorischen Ganzheitstherapie“ (vormals: „Das ADS-Schnellprogramm für zu Hause“) beschreibt Kannegießer-Leitner mit zahlreichen Praxis-Beispielen die Diagnostik von Wahrnehmungsstörungen und deren gezielte Therapie bei Kindern mit einer Lese-Rechtschreib-Schwäche, Rechenschwäche, ADS/ADHS und bzw. oder einer Sprachentwicklungsstörung. Während die Empfehlungen zur Verbesserung von ADS / ADHS oder LRS üblicherweise im pädagogischen und didaktischen Bereich ansetzen, beschreibt Kannegießer-Leitner ein ganzheitliches Therapiekonzept, das zusätzlich medizinisch-therapeutische Elemente enthält. Ihre „Psychomotorische Ganzheitstherapie“ orientiert sich schwerpunktmäßig an anerkannten Therapieformen wie beispielsweise Bobath, Vojta, Ayres und andere. Kannegießer-Leitner betont, dass es das ausschließliche ADS- oder LRS-Syndrom gar nicht gibt, sondern je nach Betroffenheit der einzelnen Wahrnehmungsbereiche der Sensorik und der Motorik jeweils eine individuelle Gesamtsymptomatik entsteht, die einer ebenso individuellen Therapie mit passend zusammengestellten Übungen bedarf. Das leicht verständliche und gut nachvollziehbare Trainingsprogramm stellt zahlreiche Übungen in Wort und Bild vor. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der Kreuzmuster-Anbahnung zu. „ADS, LRS und Co.: Ein Trainingsprogramm für zu Hause – Erfolg mit der Psychomotorischen Ganzheitstherapie“ basiert auf Erfahrungen, die Kannegießer-Leitner in der täglichen Arbeit mit Kindern mit unterschiedlichen Handicaps sammeln konnte. Auch zur Therapie hat sie eine spezielle, äußerst wirksame Vorgehensweise entwickelt. In ihrer Praxis erhebt Kannegießer-Leitner lediglich Anamnese und Befund. Daraufhin erstellt sie einen individuellen Therapieplan mit Elementen aus der Krankengymnastik, der Logopädie und Ergotherapie, den sie mit dem Kind und seiner Familie einübt, so dass die eigentliche Therapie zu Hause stattfinden kann. Die Besuche in der Praxis werden somit auf ein Minimum reduziert. Die Übungen erfordern bei Kindern mit umschriebenen Entwicklungsstörungen einen täglichen Zeitaufwand von etwa einer halben Stunde. „ADS, LRS und Co.: Ein Trainingsprogramm für zu Hause – Erfolg mit der psychomotorischen Ganzheitstherapie“ will den Eltern Mut machen, sich an einem Therapieprogramm zu orientieren, das auf Wahrnehmungsübungen statt der Einnahme von Psychostimulanzien basiert. Eltern, die bereit sind, ihrem Kind klare Strukturen aufzuzeigen und die die Geduld aufbringen, Schritt für Schritt ihr Kind auf seinem Weg entsprechend seinen Möglichkeiten zu begleiten, werden belohnt: Die Psychomotorische Ganzheitstherapie, so die Erfahrung, verhilft bei konsequenter Anwendung zu einer positiven Entwicklung des Kindes. Dr. med. Christel Kannegießer-Leitner (54) arbeitet nach dem von ihr geschaffenen Konzept der Psychomotorischen Ganzheitstherapie in eigener Praxis in Rastatt (Baden-Württemberg). Die vierfache Mutter und ehemalige Arbeitsmedizinerin, deren drittgeborenes Kind mit Angelman-Syndrom zur Welt kam, hat sich neben der Therapie behinderter Kinder auf die Förderung von Kindern mit ADS/ADHS, LRS, Rechenschwäche und Sprachentwicklungsstörung spezialisiert. 1998 erschien Kannegießer-Leitners erstes Buch über die Psychomotorische Ganzheitstherapie: „Ihr könnt mir wirklich helfen“ (Pflaum Verlag). Ihre Patienten kommen nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus der Schweiz, aus Österreich, Italien, Frankreich und Luxemburg. Herausgeber: Sequenz Medien Produktion GmbH, Welden 18, 86925 FuchstalDr. Andreas Mäckler, Fon +49 (0)8243/993846, Fax +49 (0)8243/993847 post@sequenz-online.de, www.sequenz-online.de Pressekontakt für Fotomaterial, Rezensionsexemplare und weitere Informationen: KM Publikationen & PR Hamburg, Karin Midwer, Fon +49 (0)40/41468504, info@karinmidwer.de, www.karinmidwer.de
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24.2.2009 von admin.
Praktische Erfahrungen mit dem Galileo-Vibrationstraining In meiner Praxis erstelle ich im Rahmen der Psychomotorischen Ganzheitstherapie Therapieprogramme für entwicklungsauffällige und behinderte Kinder. Die eigentliche Therapie wird darauf aufbauend von den Eltern mit ihrem Kind zuhause durchgeführt. Die Kontrolltermine in der Praxis, um entsprechend der erreichten Fortschritte den Therapieplan anzupassen, finden im Abstand von 4-6 Monaten statt.
Aufgrund dieser grundlegenden Strukturen der Psychomotorischen Ganzheitstherapie können die jeweiligen Übungen mit dem Kind regelmäßig, häufig und intensiv durchgeführt werden. Auch wenn ich an dieser Stelle über ein seit einigen Monaten in die Psychomotorische Ganzheitstherapie integriertes Therapiegerät berichten möchte, bedeutet dies nicht, dass meine Patienten isoliert hiermit trainieren. Jede Übung ist Bestandteil eines ganzen Therapieplans, der individuell für jedes Kind von mir erarbeitet wird.
Heute möchte ich über den Einsatz des sogenannten Galileo-Vibrationstrainings berichten. Man muss sich bei diesem Therapiegerät eine Platte vorstellen, die rechts und links abwechselnd angehoben und gesenkt wird – und das mit einer Frequenz von z.B. 25 Hertz, also 25-mal pro Sekunde. Steht man nun auf dieser Platte, beugt und streckt man beide Beine im schnellen Wechsel und dies wegen der Geschwindigkeit eher reflektorisch. Auf weitere physiologische und anatomische Grundlagen möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen, sondern verweise auf die untenstehende Adresse, über die entsprechende Information nachgefragt werden kann. Ich möchte sehr viel mehr meine praktischen Erfahrungen der letzten Monate mit diesem Therapiegerät beschreiben:
Laura ist 13 Jahre alt und seit 1999 meine Patientin. Aufgrund einer Frühgeburt in der 33. SSW kam es bei ihr zu einer Hirnschädigung mit daraus resultierender globaler psychomotorischer Entwicklungsstörung. Ihr Rumpf ist hypoton, ihre Beine und insbesondere die Füße hyperton mit ausgeprägter Spitzfußneigung und Supinationsstellung. Als ich sie kennenlernte, war es Laura nicht möglich, barfuß oder in Schuhen das Körpergewicht zu übernehmen. Der Spitzfuß und die Supination waren zu stark. Die Übernahme des Körpergewichtes war nur mit Nancy-Hylton-Orthesen (DAFO: Dynamic Ancle Foot Ortheses) möglich. Die Verbesserung in der Motorik – Beweglichkeit und Stabilität – wurde durch ein Gesamtprogramm im Rahmen der Psychomotorischen Ganzheitstherapie erreicht, welches u.a. Kreuzmusterübungen, Krabbelübungen, Rückenübungen und ein Gehtraining enthielt.
Das Geh- und Stehtraining wird mit ihr im NF-Walker (spezielle Gehübungshilfe) durchgeführt, aber auch, indem man Laura unter den Achseln stabilisiert und ihre Beine alternierend nach vorne schiebt. Auf diese Art legt sie alle Strecken in der Wohnung und im Garten zu Fuß zurück.
Seit Mai 2007 führt sie nun zusätzlich zu den anderen Übungen aus der Psychomotorischen Ganzheitstherapie regelmäßig mehrmals täglich das Galileo-Training durch. Die Familie hat einen sogenannten „Galileo-Trainer Home +“ (wurde von „Galileo Basic“ abgelöst): Man kann die Frequenz variabel einstellen, ein Festhaltesystem bzw. ein Minicomputer zum Speichern der Trainingsdaten existiert hierbei nicht (ist jedoch auch für das von mir verordnete Training nicht erforderlich).
Laura steht auf dem Galileo, indem ihre Mutter sie von hinten stützt. Bis jetzt trug sie hierbei die Nancy-Hylton-Orthesen (DAFO). Nachdem sie jedoch vom Frühjahr bis jetzt so deutlich lockerere Füße bekommen hat, habe ich jetzt empfohlen, Laura auch in Strümpfen auf den Galileo zu stellen. Ihr linker Fuß konnte jetzt von Laura selbst ganz plan aufgestellt werden, der rechte zwar noch in Supinationshaltung, aber wesentlich verbessert. Laura trainiert mit einer Frequenz von inzwischen 14-16 Hertz. Sie trainiert nicht nur im Stehen, sondern auch im Sitzen. Man kann hierbei die Vibration der unteren Rumpfmuskulatur spüren und so erkennen, dass genau diese Muskulatur trainiert wird. Insofern verwundert es nicht, dass ihre Rumpfmuskulatur kräftiger geworden ist und dadurch bedingt die Haltung des Oberkörpers aufrechter und die Kopfkontrolle besser.
David, 21 Jahre alt, und Isabelle, 12 Jahre alt, haben eine Behinderung ganz unterschiedlicher Ursache und Ausprägung. Beiden ist jedoch gemeinsam, dass sie wechselnd große Probleme mit der Rumpfstabilisierung, der Übernahme des Körpergewichtes und der Kopfkontrolle beim geführten Gehen haben. Als Versuch, ob eine solche Art der Vibration ein positiver Stimulus sein kann, habe ich sie, die beide zufällig im vergangenen Herbst innerhalb derselben Woche einen Termin in meiner Praxis hatten, auf das Galileo-Gerät gestellt. Ich erlebte jeweils eine ganz ähnliche Reaktion: Umfasst um den Oberkörper und trotz starker Unterstützung durch die Mutter übernahmen sie auf dem Boden kaum Körpergewicht und konnten den Kopf nicht anheben. Auf dem Galileo-Gerät spürten sie die Vibration, bauten nach einem kurzen Moment eine Körperspannung auf, übernahmen das Körpergewicht und hoben den Kopf, um mich interessiert anzuschauen! Offensichtlich gefiel ihnen diese Position.
Derjenige meiner „Patienten“, mit dem ich die intensivsten Erfahrungen sammeln kann, ist natürlich einmal wieder mein Sohn Frank-Udo. Frank-Udo ist 19 Jahre alt, inzwischen 1,80m groß und wiegt ca. 60 kg. Er hat ein Angelman-Syndrom, was bei ihm u.a. dazu führt, dass er noch nicht frei gehen kann. Geführt geht er schon seit einiger Zeit. Bei ihm kommen - typisch für das Angelman-Syndrom - eine Hypotonie des Oberkörperbereichs und eine Hypertonie der unteren Extremitäten zusammen. Diese spastische Spitzfußstellung mit Supination wurde immer stärker, sodass er 1997 Nancy-Hylton-Einlagen (DFO: Dynamic Foot Ortheses) bekam. Als diese nicht mehr ausreichten, erhielt er 1999 Nancy-Hylton-Orthesen (DAFO). Zu diesem Zeitpunkt konnte man mit Frank nicht mehr laufen, wenn er barfuß war, so stark verdrehte er die Füße. Da dies zunehmend zu stärkeren Druckstellen in den DAFO führte, wurden ab 2001 Botulinum-Toxin-A-Injektionen eingesetzt. Diese brachten immer nur kurzfristig Besserung. Aus diesem Grund wurde Frank-Udo 2002 und 2004 im Orthozentrum München operiert. Zum ersten Mal seit langem hatten wir nun wieder den Eindruck, dass es aufwärts geht. Denn nun konnte Frank sogar barfuß gehen und trug ganz normale Sportschuhe – natürlich müssen wir ihn nach wie vor beim Gehen führen.Die Gehstrecke ließ sich kontinuierlich in kleinen Schritten steigern. 2006 waren wir wieder bei 1-2 km pro Tag angekommen. Doch immer wieder gab es Tage, an denen er nur 100m am Stück gehen konnte und dann eine Pause benötigte. Unser Gehtraining findet draußen statt, aber auch sehr intensiv auf dem Laufband. Es lässt sich sicherlich leicht nachempfinden, wie anstrengend es ist, 1-2 km als Tagesleistung zu gehen, wenn man dies in Strecken von 100m aufteilen muss!
Auch an der gesamten Laufleistung kann man die Verbesserung ablesen. Denn jetzt können wir zwischendurch auch mal eine Gehstrecke von 1000m am Stück erreichen (die Regel ist allerdings eher 300, 500 oder 600m) und dies bei einem Tempo von 3,7 – 4,0 km/h. So kann man sich gut vorstellen, dass es uns nun viel leichter gelingt, unser neues Ziel von 2-3 km am Tag zu erreichen.
Dass man in der Therapie behinderter Kinder kreativ sein muss, zeigt folgendes Beispiel: Florian kann aufgrund seiner motorischen Beeinträchtigung noch nicht selbständig vorwärts robben, krabbeln und auch nicht geführt gehen. Die Bodenübungen mit dem Kreuzmuster-Patterning sowie dem Krabbelwagen-Patterning bzw. das Robben auf der Rampe wurden in den ersten Monaten im Rahmen der Psychomotorischen Ganzheitstherapie besonders intensiv eingesetzt. Zusätzlich erfolgte nach ein paar Monaten noch das Training mit dem Galileo-Trainer. Da Florian noch große Probleme hat, sein Körpergewicht zu übernehmen, wird das Training in den Beinschienen durchgeführt und er darf sich, wenn er es zur Entlastung benötigt, auf einem Bügelbrett abstützen. Auch Florian hat sich durch dieses gesamte Training in seiner Muskelkraft und Körperkoordination verbessern können: Auf der „Schrägen Übungstherapierampe“ bewegt er sich jetzt vorwärts, wobei die Beine zum Teil bereits alternierend eingesetzt werden. Mit Unterstützung übernimmt er beim Vierfüßlerstand eine gewisse Stützfunktion in Armen und Beinen. Auch die Kopfkontrolle hat sich verbessert
Im Januar 2007 begann ich nun mit ihm das Galileo-Vibrationstraining. Zu Beginn musste ich ihn am Oberköper fast komplett umfassen, wenn er stehend trainierte. Nach und nach wurde er sicherer. Die Anfangs-Frequenz lag bei 12 Hertz, inzwischen ist er bei 25 Hertz angekommen. Im Januar 2007 trainierte er mehrmals 1-2 Minuten am Tag, heute 4-5 x 3 Minuten stehend und zusätzlich noch mehrmals sitzend. In diesen 13 Monaten hat sich seine Muskelkraft deutlich verbessert. Die Wadenmuskulatur war im Januar 2007 fast einer geraden Linie ähnlich, jetzt zeigt sie eine deutliche Muskelkurve. Womit ich vorher garnicht gerechnet hatte: Auch die Körperkoordination hat sich sehr gut verbessert, denn inzwischen muss man
Frank-Udo lediglich noch an einer Gürtelschlaufe oder am Hosenbund festhalten. Auch macht er sich einen Spaß draus, aus dem Stehen heraus sich zu bücken, um an den Schaltern zu spielen! Hat er gar keine Lust mehr oder wird es ihm zu anstrengend, kann er eine Runde im Sitzen weiter trainieren. Zusätzlich ist es ein großes Plus, dass Frank-Udos Füße wesentlich lockerer geworden sind, der operationsbedingte Erfolg also gehalten werden konnte.Bei den hier beschriebenen Kindern, die neben ihrem Übungsprogramm im Rahmen der Psychomotorischen Ganzheitstherapie regelmäßig mit dem Galileo trainieren, hat sich sowohl die Körperkoordination als auch die Muskelkraft und dadurch bedingt auch die Ausdauer verbessert. Zusätzlich ist z.T. auch die Muskelspannung in den Füßen lockerer geworden, somit die Spastik zurückgegangen.
Ich hoffe, man kann aus meinem Bericht ersehen, dass mit dem Galileo-Training sehr gute Verbesserungen zu erreichen sind, aber dies nur, wenn man das Galileo-Training in ein ganzheitliches Training mit anderen motorischen Übungen integriert. Dann kann das Galileo-Training zu einer deutlichen Verbesserung im motorischen Bereich führen, die Muskulatur kräftigen, die Körperkoordination verbessern und auch hypertone Anteile lockern.
Anschrift der Verfasserin:
Dr. med. Christel Kannegießer-Leitner
Ludwig-Wilhelmstr. 6/2
76437 Rastatt
Information über den Galileo-Vibrationstrainer:
über Novotec Medical GmbH, Durlacher Str. 35, D-75172 Pforzheim, Mail: kontakt@novotecmedical.de
oder über: Freyway Medical, Im Siegen 2, D- 76456 Kuppenheim, Mail: info@freyway.com
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